Geschichte

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Das 1904 erbaute Royal-Riviera hieß früher Hotel Bedford, vermutlich zu Ehren der ersten britischen Besucher. Daher stand es sofort im Zentrum der vornehmsten mondänen Kreise. In den ersten Jahren des Jahrhunderts wohnten Leopold II., Wilhelm II., die Prinzessin Galitzine und der Prince of Wales in den Gemeinden Saint-Jean und Beaulieu, während sie die Wintersaison hier verbrachten. Die internationale Hautevolee mischte sich mit den kulturellen Eliten der Nation.

 

Diese bauten als Krönung ihrer Karriere oder eines außergewöhnlichen Lebenslaufs die raffiniertesten, aber auch zuweilen extravagantesten Villen. Gustave Eiffel erbaute die seinige 1903 und richtete darin – ein Ingenieur vergisst wohl niemals sein Haupttätigkeitsfeld – eine Wetterstation ein mit dem Ziel, aufzuzeigen, wie ausgezeichnet das Mittelmeerklima im Winter ist.

 

Die Baronin Béatrice Ephrussi de Rothschild errichtete 1905 eine von den Renaissance-Villen des Toskana inspirierte und mit sieben Gärten umgebene „Folie“, in der man noch die Quintessenz der Gärten des 18. Jahrhunderts bewundern kann. Der Archäologe Théodore Reinach, der das antike Griechenland liebte, ließ 1908 an der Baie des Fourmis ein weltweit einzigartiges Meisterwerk erbauen, die Villa Kérylos, eine Nachbildung eines edlen Wohnsitzes auf der Insel Delos vom 2. Jh. v. Chr., das von dem Architekten Emmanuel Pontremoli „nachempfunden“ wurde. Hier lebte er mit seiner Frau, feierte Feste und ging sogar so weit, im Bestreben nach historischer Nachstellung von seinen Gästen zu verlangen, sich in die damals von den Hellenen getragene Chlamys zu kleiden!

 

Das Royal-Riviera wacht von der gegenüberliegenden Seite der kleinen Bucht über dieses esoterische, auf einem Felsen inmitten von Zypressen und Olivenbäumen gelegene Gebäude. Nach der größten Schmach, die einem Grand Hotel widerfahren kann (seine Umwandlung in eine Residenz), erstand es 1999 aufs Neue. Seine Promoter besaßen den Takt, den Geist, der diesem Teil der Côte d’Azur innewohnt, wieder aufleben zu lassen: er symbolisiert das Gleichgewicht zwischen Meer, Gärten und dem Talent der Menschen, außergewöhnliche, einzigartige Orte zu schaffen.

 

Ein Jahrhundert nach seinem Bau schmückt das Royal-Riviera immer noch die Einfahrt nach Saint Jean Cap Ferrat und lässt dieses wundervolle Gleichgewicht weiterleben.

 
 
 
 
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